17.07.2020

Abflammen von Unkraut – nein, danke?

Endlich blühen die Blumen wieder und das Gemüse im Hochbeet trägt Früchte. Allerdings taucht gleichzeitig ein ungebetener Gast auf: Das Unkraut. Es gibt Wege, dieses möglichst einfach zu entfernen. Zum Beispiel durch das Abflammen mit einem Gasbrenner. Doch hier ist Vorsicht geboten – wir erklären Ihnen, worauf Sie dabei achten sollten und welche Alternativen es gibt.

Achtung – Brandgefahr!

Es gibt verschiedene Methoden, Unkraut zu entfernen. Insbesondere an schwer zugänglichen Stellen, wie den Fugen zwischen Pflastersteinen, wird deswegen oft ein Gasbrenner benutzt. Er ist effektiv und effizient – ganz ohne chemische Mittel. Doch so praktisch diese Methode scheinen mag, so gefährlich kann sie sein. Ist man ungeübt im Umgang mit einem Gasbrenner oder kommt es zum Funkenflug, können umliegende Sträucher und Hecken in Brand geraten. Durch das in den Pflanzenbestandteilen enthaltene Öl fangen diese besonders schnell und intensiv Feuer. Damit gefährden Sie nicht nur sich, sondern auch Ihre Nachbarn. Sobald ein Feuer entfacht ist, kann es auf Gebäude übergreifen. Besonders in den trockenen Sommermonaten gibt es vermehrt solche Fälle.

Welche Alternativen der Unkrautentfernung gibt es?

Diese Mittel sind um einiges sicherer als das Abflammen:

  • Fugenkratzer
  • Unkrautstecher
  • Elektrische Fugenreiniger
  • Hochdruckreiniger
  • Kochendes Wasser
  • Biologische Unkrautvernichter

Unkrautwachstum vorbeugen

Besonders beliebt, um dem Wachsen des Unkrauts vorzubeugen, ist das Mulchen. Hierbei wird entweder Stroh, Rinde oder Grasschnitt auf die betroffenen Stellen gelegt. So bekommt das Unkraut nicht mehr genug Licht und kann nur schwer wachsen. Zudem kann der Samen des Unkrauts sich dadurch nicht mehr verteilen. Zudem hilft regelmäßiges Hacken und Rechen des Bodens. Dadurch wird wachsendes Unkraut schon zerstört, bevor es an der Oberfläche sichtbar ist. Eine weitere präventive Methode ist das Düngen. Entgegen der ersten Annahme, dass dieses das Unkrautwachstum verschlimmern würde, beugt es dem Wachsen von Unkraut tatsächlich vor. Durch das Düngen werden Nährstoffmängel im Rasen beseitigt, welche die Hauptursache des Unkrauts sind.

Vorsorge beim Abflammen

Wenn Sie auf das Abflammen nicht verzichten können, empfehlen sich folgende Vorsorgemaßnahmen:

  • Machen Sie sich gut mit dem Gasbrenner vertraut und lesen Sie die Anleitung.
  • Flammen Sie kein Unkraut bei Wind ab.
  • Räumen und säubern Sie den Bereich, wo das Unkraut wächst. Entfernen Sie zum Beispiel trockene Äste oder Laub.
  • Tragen Sie lange Kleidung und geschlossene Schuhe.
  • Bei lang anhaltender Trockenheit sollten Sie lieber auf das Abflammen verzichten.
  • Halten Sie genug Abstand zu Hecken, Bäumen und anderen leicht entzündlichen Materialien.

Eine Privathaftpflicht-Versicherung sichert die Schäden anderer Personen ab, falls es beim Abflammen zu einem Brand kommt. Dies betrifft nicht nur die angrenzende Hecke, sondern zum Beispiel auch das Haus des Nachbarn.

Sabrina Schmidt

Sabrina Schmidt
Als Cross Media- und Social Media-Managerin springt Sabrina spielend zwischen unseren Medien hin und her. Und findet für jede Geschichte den richtigen Kanal. Wenn sie nicht gerade schreibt, recherchiert oder Interviews führt, tüftelt sie garantiert an der nächsten Entdeckungstour rund um den Globus. Das mit Ihrer Wahlheimat Frankfurt am Main war Liebe auf den ersten Blick. „Ebbelwoi“ mag sie aber bis heute nicht - bei einer gebürtigen Fränkin ist da wohl auch Hopfen und Malz ;) verloren.

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